Meschuggen - Das Blog

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Die Rheinl?nderin an sich

Wie kann man nur stundenlang an der Strippe h?ngen und ?ber das Ekzem von Nachbars Katze sich verbreiten? Man versteht es nicht, aber sie schaffts, die andere vom sch?nen Rhein auch. Die n?chste, die ich von dorther kenne, erz?hlt stundenlang am Telefon, wie sehr sie von allen gebraucht wird und welch n?tzlich Mitglied sie in ihrer Familie und in der Gesellschaft ?berhaupt ist. Stundenlang. Dabei hat sie "Arbeit, Arbeit, ohne Ende". Sie w?rde ja so ausgenutzt, aber sie sei ja nun mal Sch?tze, und die werden eben ausgenutzt, das sei halt mal so.

Ich denke die ganze Zeit, dass ich dem Gerede ein Ende machen sollte, aber schaffe es leider nicht. Wer da wohl wen ausn?tzt? Mein bester Freund Zamperl sagt, dass Telefonieren, wenn man keine Lust dazu hat, einem Energie absaugt. Genauso kam es: Ich f?hle mich so leer nach 90 Minuten Geschw?tz. Kein Smal-Talk, sondern plattes, bl?des, biestiges Geschw?tz.

Small Talk hat, so denke ich, das Soziale im Visier: Man m?chte den Kontakt im Flu? halten, eine Beziehung initiieren oder pflegen, man m?chte Br?cken bauen und erhalten.
Hier versanden meine Versuche, zum Gespr?ch etwas bei zu tragen.
"Wir haben hier klasse Wetter!"
--Ja, hier ist es auch ganz angenehm.
"Aber so super wie hier kann es bei euch nicht sein. In Bayern isses immer kalt, das wei? ich! K?nnte ich nit leben da, k?nntste mich jagen."
Man sollte den H?rer auf die Gabel knallen und nie wieder dran gehen, wenn es schellt und 022....angezeigt wird. Stress und Dummheit. Bl?dheit und Arroganz.

"Was gibbet bei euch zu Mittag?" Echt, die strapaziert die ganzen km Telefonleitung, um mich das zu fragen.
--Kartoffelbrei und Blutwurst.
"N??, igitt, k??tste mich jagen! Wir hatten hier blah-blah-blah mit blah-blah und blah-blah-blah mit viel Knoblauch. Das waaaaaar aber auch lecker!"
--Jo, sch?n f?r dich.
"Du m?sstest doch mich mal besuchen komm, damit du DAS mal probieren k?nntest, ich wette, davon k?nntest du nichenuch bekomm!"
Ich denke, dass die Qualit?t des Essens weniger eine Rolle spielt als die Gesellschaft, die man bei Tisch hat. Ich lasse mir die 100ste Ausrede einfallen, dass ich nicht so einen langen Weg machen muss, nur um ein paar Tage diktiert zu bekommen, was mir zu schmecken hat und was ?berhaupt angesagt ist. Ich kann mir vorstellen, dass ich nach Hause komme und mein Selbstvertrauen auf Null geschrumpft ist, weil man zur?ck muss in die bayrische kalte Wildnis, nachdem man einen Fu? ins Paradies setzen durfte. Nicht dort breit machen, oh nein!! Da sagen sie einem schon, dass man gef?lligst da nicht hintreten soll im Garten und nicht zu lange duschen und ?berhaupt macht man sich als Gast am besten sehr klein und h?lt den Mund und h?rt sich die auftrumpfenden Tiraden an.
Ja, das klingt gemein, aber so war es halt. Und wirklich, ich habe es so satt....
"K?lsch musste ma trinken, das was in Bayern Bier genannt wird, ist die reinste Pl?rre."
--Danke, ich h?tte gern ein Wasser.
"Kriegste, hier, Gerolsteiner, das ist das beste, was es gibt weltweit, das habt ihr in Bayern nicht."
Ich wollte eigentlich drauf hinweisen, dass in Bayern die Norma das Gerolsteiner in Plastikflaschen verh?kert, wie anderswo sicher auch, aber man kann ja auch die Leute dumm sterben lassen, oder?
Man wird zu Conrad-Elektronik geschleppt, weil "Sonderangebote, M?chen, dat hat die Welt nichesehn!"
Ich verkneife mir eben, dass Conrad von der sch?nen Oberpfalz aus gef?hrt wird und die liegt? Richtig!

Aber mittlerweile macht es Spa?, sie dumm sterben zu lassen. Wahrscheinlich denkt sie, dass ich langweilig bin. Dabei h?tte ich viel zu erz?hlen. Man kann sie schlecht ?bertrumpfen. Nur: Ist es denn Sinn einen Kontaktes, sich und anderen zu beweisen, dass man auf allen Gebieten "besser" ist?

Ich bin froh, als Frankfurt sich ausd?nnt und Aschaffenburg in Sicht kommt. Endlich wieder im wilden Bayern, wo es klasse Essen und liebe Leute und weniger Graffiti-Geschmiere gibt. Was hier das Sch?ne ist: es weht ein kalter Wind, aber der hei?t Freiheit. Die Freiheit, einfach sein zu d?rfen, und gerade nicht das beste von allem haben zu m?ssen.






2.4.05 19:28


Ja, ok, es wird wieder mal Zeit. Aber manchmal ist man halt in einer so tr?gen Stimmung, dass es schwer f?llt etwas von sich zu geben. Ich habe sehr viel experimentiert, weil ich endlich mit Outlook klar kommen wollte. Ein bi?chen hat sich dieses ?h, super Programm auch erschlossen. Aber der Sinn der vielen M?glichkeiten bleibt doch auf der Strecke - denn was n?tzt einem ein Programm, mit dem man angeblich alles in Nullkommanichts organisieren kann, wenn man ein halbes Jahr sich einarbeiten muss, und das bei jedem update? Na gut, mal sehen, inwieweit das brauchbar ist!

Zu Sandra war ich sowas von gemein, dass ich mich im Moment dauernd selber schimpfe. Ok, sie ist eine bl?de Kuh und ahnungslos bis in die Puppen, aber kann auch irgendwo gar nichts daf?r...Der Mensch ist das Produkt seiner Umwelt, wer hat das gleich wieder gesagt? Ich habe heute morgen wieder das "Wunder-Buch" gelesen und dann beschlossen: Ab heute keine Gemeinheiten mehr, ruhig bleiben, sich peripher tangiert f?hlen... und nie vergessen: sie hat es schwer und sie hat keine Macht ?ber mich. Ich bin sehr erleichtert, dass diese schwierige Beziehung zu Ende ist.

19.4.05 10:54


In dieser Woche war es wieder so weit: Die grauen Hunde... Ging am Sa in die Kirche. Aber es war nicht das dort, was ich brauchte. Der Pfarrer rief nur zu mehr Bu?e auf, das w?rde das alles schon, auch das Seelische. Ringsum mich freundliche Gesichter, aber niemand, mit dem ich reden k?nnte. Wie aus einem anderen Land. Samstag abend w?re ein gute Zeitpunkt, einfach mal ein Bier zu trinken und zu plaudern.

Zuhause dachte ich dann: Ich krieg wohl nie genug! Ich habe alles M?gliche um mich, womit ich mich besch?ftigen kann. Die Horrorvision von der einsamen depressiven Frau, die verloren aus dem Fenster starrt: Das bin ich nicht!!!! Meine Mutter wollte das mir immer unterschieben, wenn ich mich ihrer Ansicht nach nicht famili?r genug verhalten habe. Aber ich wei? ja, dass das nur ein Trick ist.

Es ist doch sch?n, am Leben zu sein, und zuzusehen, wie sich die anderen auf den Geist gehen.
Stimmt, es geht wieder besser:-) Depris sind doch was f?r Idioten, sehen wirs mal praktisch :-)

Ich hab eigentlich vor, wie Black Sheep mein Leben zu leben und die anderen einfach die anderen sein zu lassen. Eigentlich ist es wirklich so, dass bei echten Problemen die Mischpoke keine Hilfe ist, aber daf?r umgekehrt sorgt, dass es dir in guten Zeiten nicht allzu gut geht. Denke an die besch...... Sandra. Froh, dass sie in den Wind geschossen ist mit ihrer st?ndig beleidigten Miene :-)

Schau dich um. Wer hat voriges Jahr sich umgelegt? Wer hat seine Lebensgef?hrtin abgestochen? Wer kommt alles aus dem Jammern nicht raus? Wer hat Geldsorgen, weil es ohne Parties nicht gehen kann? Na also...Niemand von denen, die du auf dem Stern der Gl?cklichen w?hnst, ist wirklich gl?cklich!

24.4.05 18:16


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